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Unternehmen im Direktvertrieb werben gerne damit, dass es sich um eine Wachstumsbranche handele. So werden folgende beeindruckende Zahlen von der World Federation of Directselling Associations ( www.wfdsa.org), also der weltweiten Vereinigung aller Direktvertriebsverbände, angeführt: - Es gibt immer mehr Direktvertriebe, was belegt, dass es sich um eine Zukunfts’branche’ handelt.
- Inzwischen wird ein weltweiter Umsatz von rund 110 Mrd. US-Dollar durch ca. 67,98 Mio. Direktvertriebsmitglieder in 2006 erzielt.
- In Deutschland wird ein Umsatz von rund 8,3 Mrd. US-Dollar in 2006 bei rund 713,500 Mitglieder erreicht.
Jedoch lassen sich diese Daten auch anders interpretieren: - Ein weltweiter Umsatz von rund 110 Mrd. US-Dollar durch ca. 67,98 Mio. Direktvertriebsmitglieder in 2006 bedeutet, dass der durchschnittliche Umsatz (also nicht Gewinn!) weltweit bei 1.618 US-Dollar pro Jahr (!) liegt. Für Deutschland gilt ein durchschnittlicher Umsatz von 1.163 US-Dollar pro Jahr (!).
- Bei Verkaufsprovisionen von 20-40% kann ein durchschnittliches Mitglied in Deutschland zwischen 232,60 und 465,20 Euro im Jahr (!) an Bruttoeinnahmen aus dem Verkauf erzielen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um den erwirtschafteten Gewinn, da hier noch keine Kosten wie Fahrten zu Kunden und Veranstaltungen, andere Werbungskosten, Versicherungen oder Steuern abgezogen sind. Zudem sind die genannten Einkünfte aus dem Verkauf schon deswegen niedriger, weil Mitglieder nicht alle Produkte verkaufen, sondern diese bspw. ebenso selbst konsumieren oder verschenken.
Quelle: Groß, Claudia (2008): Multi-Level-Marketing. Identität und Ideologie im Network-Marketing. VS Research: Wiesbaden.
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