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Direktvertrieb und MLM

Zunächst lässt sich unter ’Direktvertrieb’ der Verkauf ohne Einzelhandel verstehen, z. B. durch Versandhandelsunternehmen wie Amazon. Dennoch wird diese Bezeichnung für eine spezifischere Organisationsform gebraucht, die solche Versandhändler ausschließt.

Angelehnt an die Bestimmung des Europäischen Verbandes von Direktvertriebsunternehmen (FEDSA, www.fedsa.be), lässt sich der Direktvertrieb folgendermaßen definieren: Ein Unternehmen, das Produkte auf der Basis einer persönlichen Beziehung von Vertriebsperson und KundInnen verkauft. Der Verkauf findet außerhalb des stationären Einzelhandels statt, meist im Zuhause der KundInnen oder an deren Arbeitsplatz.

Wenn Mitglieder weitere Mitglieder anwerben können, spricht man von ’Multi-Level-Marketing’ - es können also unter einem Mitglied weitere Ebenen\Levels entstehen:


 
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Wichtig ist, dass die Bezeichnung ’Direktvertrieb’ ein Oberbegriff ist. So gehören zu ihm so unterschiedliche Unternehmen wie beispielsweise Amway, Herbalife, Mary Kay Cosmetics, Tupperware, Vorwerk etc. Direktvertriebe können eine Multi-Level-Marketing Struktur haben (s. Abbildung), oder ein so genanntes ’Single-Level-Marketing’ Unternehmen sein. D. h. dass dort neue Mitglieder durch die Zentrale und nicht durch die selbständigen Mitglieder angeworben werden.

Parallel zu diesen Begriffen werden noch weitere gebraucht, z. B. Netzwerkmarketing, Network-Marketing oder Empfehlungsmarketing, die im Prinzip des gleiche bedeuten wie Multi-Level-Marketing. Um zu verstehen, welche unterschiedliche Ausrichtungen ein Direktvertrieb haben kann, ist die Unterscheidung in die folgenden drei Unterformen sinnvoll: